Synergiemanagement im intra-organisationalen Netzwerk: Dissertationsschrift von Steffen Huth an der Universität Mannheim erfolgreich verteidigt


Deutsche Mittelständler und Großunternehmen haben ihr Auslandsengagement in den vergangenen fünfzig Jahren erheblich ausgeweitet. Der Erfolg der international agierenden Unternehmen, mit ihren oft sehr zahlreichen Tochtergesellschaften, ist von der effektiven und effizienten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren abhängig.

Insbesondere das Konzernmanagement ist an dieser Stelle gefordert, denn nach Meinung der einschlägigen Managementliteratur ist es genau diese oberste Managementebene, die letztlich dafür verantwortlich ist, dass Synergien im Konzern identifiziert und gehoben werden. Während die vertikalen Beziehung zwischen der Konzernzentrale und der Tochtergesellschaft sowie die unterschiedlichen Rollen von Tochtergesellschaften in der Forschung zum Internationalen Management bereits intensiv untersucht wurden, fehlte es bisher an einer ganzheitlichen Betrachtung bzw. Gestaltung der horizontalen Verbindungen zwischen (Konzern)Tochtergesellschaften - speziell unter Synergieaspekten. An dieser Forschungslücke setzte die Dissertationsschrift von Herrn Dipl.-Kfm. Huth, die er am 3.12. erfolgreich an der Universität Mannheim verteidigte, thematisch an.

Deutsche Mittelständler und Großunternehmen haben ihr Auslandsengagement in den vergangenen fünfzig Jahren erheblich ausgeweitet. Sowohl im Rahmen der Beschaffung, bei der Produktion oder beim Verkauf von Gütern und Dienstleistungen über die Landesgrenzen hinweg ließ sich der Trend zunehmender Internationalisierung beobachten. Nach einer krisenbedingt rückläufigen Entwicklung in 2009 und 2010 zeichnet sich nun ein erneutes Wachstum des Auslandsengagements deutscher Unternehmen ab. Nicht nur beim Export sondern auch hinsichtlich der Auslandsdirektinvestitionen steigt das Engagement der deutschen Unternehmen kontinuierlich, was als Indikator für die weiterhin hohe strategische Bedeutung der Internationalisierung gewertet werden kann. Die zunehmende Internationalisierung führt regelmäßig zum Aufbau komplexer intra-organisationaler Netzwerkstrukturen in Unternehmen. Die damit einhergehenden Abhängigkeiten und Risiken erfordern von Seiten des Managements der betroffenen Unternehmen eine professionelle Gestaltung der Schnittstellen im intra-organisationalen Unternehmensnetzwerk. Angesichts dieser steigenden organisationalen Komplexität hängt der Unternehmenserfolg nicht mehr nur von externen Marktchancen ab, sondern auch von der Fähigkeit des Unternehmens, interne Wertschöpfungspotentiale zu realisieren. Erst die Optimierung der intra-organisationalen Netzwerkkonfiguration erlaubt es den Unternehmen, sich langfristig erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten. Die Gratwanderung zwischen autonom agierenden Tochtergesellschaften und einer stärkeren intra-organisationalen Zusammenarbeit stellt dabei für viele Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung bei der organisationalen Gestaltung dar.

Viele dieser erzielbaren Synergien haben ihren Ursprung in der konzerninternen Zusammenarbeit. Sie betreffen die Realisierung vorhandener Kostensenkungspotentiale aber auch die Generierung von Mehrwerten durch gemeinsame Aktivitäten innerhalb des Konzerns (Economies of Scope). Gelingt es dem Konzernmanagement nicht, die sich im Rahmen der Zusammenarbeit bietenden Synergien zu erzielen, scheitert es an einer zentralen Herausforderung für Konzerne. Unternehmen, die teileinheitenübergreifend erfolgreich zusammenarbeiten, können dagegen regelmäßig signifikante Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Konkurrenten erzielen. Während vertikale Beziehungen zwischen der Konzernzentrale und der Tochtergesellschaft sowie die unterschiedlichen Rollen von Tochtergesellschaften in der Forschung zum Internationalen Management bereits intensiv untersucht wurden, fehlte es bisher an einer ganzheitlichen Betrachtung bzw. Gestaltung der horizontalen Verbindungen zwischen (Konzern)Tochtergesellschaften - speziell unter Synergieaspekten. Diese Aufgabenstellung wird in der Dissertationsschrift von Dipl. Kfm. Steffen Huth erfolgreich angegangen.

Die Dissertationsschrift wird in Kürze veröffentlicht


13.12.14

 

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