Neues ifm-Projekt „Weiterbildung in Migrantenunternehmen“


Über einen Zeitraum von drei Jahren und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersucht ein neues Projekt am ifm das Weiterbildungsverhalten in Migrantenunternehmen.

Die wirtschaftliche Bedeutung und die Beschäftigtenzahlen der von Migrantinnen und Migranten geführten Unternehmen steigen beständig. Migrantenunternehmen bilden jedoch ein Segment, welches bislang nur unzureichend in das System der beruflichen Bildung integriert ist. Die Charakteristika der Unternehmensführung, die betrieblichen Strukturen und die Zusammensetzung der Beschäftigten weisen darauf hin, dass Qualifizierungen in diesen Unternehmen mit erheblichen Barrieren verbunden sind. Es ist davon auszugehen, dass die ohnehin hohe Selektivität beruflicher Weiterbildung hier in besonderem Maß zur Geltung kommt. Dies verweist auf ein Forschungsdesiderat und auf einen dringenden Handlungsbedarf.

Das Projekt zielt zunächst auf eine Bestandsaufnahme der Qualifikationsstrukturen sowie auf eine Erfassung des Weiterbildungsverhaltens von Migrantenunternehmen und deren Beschäftigten. Hierauf aufbauend werden die Determinanten betrieblicher Weiterbildung identifiziert. Abschließend wird in drei kooperierenden Unternehmens- und Migrantennetzwerken eruiert, inwieweit eine bedarfs- und zielgruppengerechte Qualifizierungsberatung und eine externe Unterstützung und Begleitung von Migrantenunternehmen die Partizipation an beruflicher Weiterbildung erhöht und Lernprozesse optimiert.

Das neue Projekt ist im Team „Neue Selbständigkeit“ angesiedelt.


17.12.15

Personen




 

Initiativen und Portale des ifm:
Stefan Berwing
Ralf Philipp
Dr. René Leicht