Forschung am ifm mit Preis ausgezeichnet


Ein gemeinsames ifm-Forschungsprojekt von Forschern der TU München und der Universität Mannheim im Bereich "Strategisches Management" wurde auf der "European Academy of Management" 2018 mit einem Preis ausgezeichnet.

Der Artikel „The Performance Effect of CEO Overconfidence in Turnaround Situations“ von Marc Kowalzick, Jan-Philipp Ahrens und Jochim Lauterbach wurde mit dem 2018 Best Paper Award des Fachbereichs Strategisches Management der European Academy of Management (EURAM) ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der EURAM in Reykjavík, Island verliehen und würdigt herausragende Arbeiten über die Mikro-Grundlagen von Strategien, dynamisches Leistungsvermögen und Wissensmechanismen. Mit über 2.000 eingereichten Arbeiten für die diesjährige Jahreskonferenz ist die EURAM eine der führenden europäischen Gesellschaften, die sich der Förderung der Managementforschung in Europa verschrieben hat.

In ihrem Artikel untersuchen die Nachwuchsforscher Marc Kowalzick, Jan-Philipp Ahrens (beide Universität Mannheim) und Jochim Lauterbach (Technische Universität München) den Einfluss kognitiver Verzerrungen (Selbstüberschätzung) auf die finanzielle Performance von Firmen in Krisensituationen und legen dar, inwiefern psychologische Charakteristika von Geschäftsführern hilfreich wie auch schädlich für Unternehmen sein können. Durch die weiterentwickelte Messung verschiedener Facetten von Selbstüberschätzung zeigen die Autoren, dass die Selbstüberschätzung eines amtierenden Geschäftsführers den Restrukturierungserfolg lindert, wohingegen selbstüberschätzende Nachfolger an der Konzernspitze besonders erfolgreich sind.

Dies führt die Autoren zu der Schlussfolgerung, dass Selbstüberschätzung einerseits amtierende Geschäftsführer daran hindert Krisensituationen adäquat zu beurteilen und eine rationale Entscheidung über mögliche Restrukturierungsmaßnahmen zu treffen. Andererseits werden sich Nachfolger an der Konzernspitze nicht mit Rechtfertigungsbemühungen aufhalten, sodass Selbstüberschätzung dazu führt, dass geforderte Veränderungen umgehend und mit größerer Konsequenz verfolgt werden, was sich gleichzeitig förderlich auf die Motivation der krisengeplagten Belegschaft auswirkt.

Die Autoren zeigen außerdem, dass die Selbstüberschätzung amtierender Geschäftsführer besonders dann schädlich ist, wenn Sie gleichzeitig den Vorsitz des Aufsichtsrates innehaben – was sie dazu befähigt, die (beschränkten) Kontrollmöglichkeiten ihres Boards in die Irre zu führen um persönlichen Konsequenzen zu entkommen. Dementsprechend hat es einen positiven Einfluss auf die Konzernperformance, wenn selbstüberschätzende Geschäftsführer in Krisensituationen entlassen werden. Mit diesen Erkenntnissen ist die Studie von Marc Kowalzick, Jan-Philipp Ahrens und Jochim Lauterbach die erste, die empirische Beweise für Einflüsse von Selbstüberschätzung auf finanzielle Performance von Firmen vorlegt.


17.07.18

 

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