Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert wegen Coronakrise weitere Erleichterungen und die Wirtschaft nach Ostern schrittweise wieder hochzufahren


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Der Mittelstand steht in der Coronakrise vor einem „Kahlschlag“. Davor hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) gewarnt und die Bundesregierung zu Nachbesserungen an den Hilfsprogrammen aufgefordert. Zwar sei ein beispielloses Maßnahmen-Paket beschlossen worden - es gäbe jedoch Zweifel an der Zielgenauigkeit und damit an der Wirksamkeit der Milliardenprogramme, heißt es in einer Presseerklärung des Verbands.

Gerade im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen sowie unter Selbstständigen droht ein Kahlschlag, der unser mittelständisch geprägtes Land dauerhaft verändern würde. Die Gefahr ist real. So müssen Unternehmen im Handel, im Tourismus, im Gastgewerbe aber auch im produzierenden Gewerbe mit schwerwiegenden Folgen der Coronakrise rechnen. Der Mittelstandsverband BVMW schlägt deswegen ein weiteres Maßnahmenpaket vor, um insbesonder die Liquidität der Unternehmen nachhaltig zu stärken. Sonst drohen vielen Unternehmen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Der DIHK spricht von etwa 25% der Unternehmen, die aktuell insolvenzgefährdet sind.

Konkret sollten die Stromsteuer und die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms vorübergehend ausgesetzt werden. Der Solidaritätszuschlag müsse sofort und für alle rückwirkend zum 1. Januar 2020 abgeschafft werden. Zu den Maßnahmen gehört auch, dass den Firmen Steuervorauszahlungen für die kommenden drei Monate rückerstattet werden. Die Lkw-Maut bei Leerfahrten solle zeitlich befristet ausgesetzt werden.

Der BVMW hat im Falle von dauerhaften massiven Einschränkungen in der Coronakrise vor schweren Schäden für die Wirtschaft gewarnt. „In einer gemeinsamen Kraftanstrengung muss es gelingen, die Wirtschaft so schnell wie möglich nach Ostern schrittweise wieder hochzufahren“, heißt es in dem Schreiben des BVMW. Es drohen sonst massive Wohlstandsverluste und ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden, die über Jahre nicht zu kompensieren sein werden. Weiterhin fordert der Verband die Vorlage einer Exit-Strategie, die dazu geeignet, der Wirtschaft und den Beschäftigten wieder Zuversicht zu vermitteln.“

Aus der Politik heisst es, dass Bund und Länder nach den Osterfeiertagen, am 15. und 19. April, beraten wollen, wie es mit den beschlossenen Beschränkungen in der Krise weitergehen soll.


10.04.20


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