Corona-Krise schürt Existenzangst von Startups, die von Risikokapital abhängen


Die Coronakrise und ihre Folgen setzen GründerInnen, die eine Erstrundenfinanzierung oder eine Anschlußfinanzierung suchen, unter Druck. Das Gebot der Stunde heisst Bootstrapping - also Kosten runterfahren und durchhalten bis sich die SItuation auf den Risikokapitalmärkten wieder bessert - ohne die ursrünglichen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Die Situation ist für viele Startups, die gerade jetzt eine Erstrundenfinanzierung suchern oder sich vor einer weiteren Finanzierungsrunde befinden, fatal.Lea Sophie Cramer, die erfolgreiche Gründerin von Amorelie und eine der wenigen weiblichen Business Angels in Deutschland erzählt, dass sich die Unternehmensbewertungen in Finanzierungsgesprächen für Startups Pre- und Post Corona einfach halbiert haben. Überhaupt engagieren sich heute nur noch wenige private Wagniskapitalfinanzierer. Die Risikofinanzierer, so Lea Cramer,  besäßen ein ausgeprägtes Herdenverhalten. Etwa 90% verhielten sich gegenwärtig risikoavers und nur 10% seien risikofreudig. Sie rät Startups, die auf der Suche nach Geld sind, ihre Anstrengungen zeitlich hinauszuzögern. “Kein Risikoinvestor will jetzt in ein fallendes Messer greifen”, sagt ein anderer Venture Capitalist, der bereits seit mehr als 20 Jahren im Geschäft ist und bereits 2 große Wirtschaftskrisen (dotcom-Blase und Euro-Krise) erlebt hat. Er selbst hält sein “Pulver” trocken und wartet auf einen günstigen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg. “Wir profitieren gegenwärtig von den siinkenden Preisen für Unternehmensanteile und konzentrieren uns darauf, aussichtsreiche Portefoliounternehmen weiterzufinanzieren.” Ein Corporate VC aus der Baubranche erwartet, dass viele Startup-Träume in der nahen Zukunft zerplatzen werden. Was hilft ist Bootstrapping – also Kosten runterfahren und durchhalten, ohne die ursrünglichen Ziele aus dem Auge zu verlieren. Auch sollten die Unternehmensgründungen überlegen, wie sie schneller als vielleicht bisher geplant profitabel werden können. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, einen staatlichen Finanzpartner mit ins Boot zu holen. Die staatlichen Finanzierer versuchen gegenwärtig, den Rückgang des privaten Risikokapitals aufzufangen. Auf Bundesebene agieren die KFW und der High Tech Gründer Fonds als staatlich geprägte Finanzierer. Aber auch auf Landesebene wird für die Startups viel unternommen. So hat Baden-Württemberg ein eigenes Unterstützungsprogramm für wachstumsorientierte Startups ins Leben gerufen: Förderprogramm Start-up BW Pro-Tect.

 


22.04.20

 

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