Daten zur örtlichen Lebenssituation von Frauen und Männern mit und ohne Migrationshintergrund in Heidelberg und Baden-Württemberg


Das ifm wurde mit der „Erschließung“ einer Auswahl von Indikatoren aus der Statistik des Amtes für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg beauftragt, die nach Möglichkeit auf Kreisebene dargestellt werden sollen. Neben der Beschäftigtenstatistik und den Gewerbemeldungen erfolgt die Operationalisierung der einzelnen Indikatoren überwiegend mit den Daten des Mikrozensus, der als 1% Stichprobe aller Haushalte die größte repräsentative Umfrage zur sozialen Struktur und Erwerbstätigkeit der Bevölkerung in Deutschland darstellt.

Demographischer Wandel ist für Kommunen immer eine große Herausforderung, weil er in sämtliche sozialen Bereiche einer örtlichen Gemeinschaft hineinwirkt und die zukünftigen Lebenslagen und Lebenschancen ihrer Bewohner prägt.

Durch ihre unmittelbare Nähe zu den Bürgern erwächst den Städten und Gemeinden eine besondere Verantwortung, auf diese Entwicklungen aktiv zu reagieren und frühzeitig gestaltend tätig zu werden. Hierzu ist zahlenmäßig fundiertes Wissen eine wichtige Voraussetzung für die Planungen und Entscheidungen der kommunalen Institutionen.

Dabei ist in den letzten Jahren verstärkt die Integration von Zuwanderern in den Blickpunkt kommunaler Politik gerückt und als ein weiteres zentrales Handlungsfeld erkannt worden. Das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg nimmt sich dieser Aufgabe an und entwickelt hierzu aktuell ein System sozialer Indikatoren zur Bemessung der Lebens-, Erwerbs- und Bildungschancen von Frauen und Männern sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund.

Das ifm wurde mit der „Erschließung“ einer Auswahl von Indikatoren aus der amtlichen Statistik beauftragt, die nach
Möglichkeit auf Kreisebene dargestellt werden sollen. Neben der Beschäftigtenstatistik und den Gewerbemeldungen erfolgt die Operationalisierung der einzelnen Indikatoren überwiegend mit den Daten des Mikrozensus, der als 1% Stichprobe aller Haushalte die größte repräsentative Umfrage zur sozialen Struktur und Erwerbstätigkeit der Bevölkerung in Deutschland darstellt. Obwohl mit dieser Erhebung jährlich ca. 820 Tsd. Personen von den Statistischen Landesämtern erfasst werden, ist die Gruppe der in Heidelberg befragten Personen im Mikrozensus 2010 mit 1169 Personen aufgrund der kleinräumlichen Einheit eher gering. Davon weisen 321 (28%) Personen einen Migrationshintergrund auf.

In einer ersten Phase dieser Kooperation wurde daher eine Machbarkeitsstudie zu den gewünschten Indikatoren erstellt. Sie bietet einen Überblick über die erwarteten Fallzahlen zu den betroffenen Variablen im Mikrozensus 2010 und dient als Grundlage für ein endgültiges Indikatorenset, das in einer zweiten Phase in Absprache mit dem Kooperationspartner auf der Ebene des Stadtkreises Heidelberg analysiert werden soll.

Projektleitung: Dr. René Leicht
Projektbearbeitung: Ralf Philipp
Auftraggeber: Stadt Heidelberg
Laufzeit: Oktober 2012 bis März 2013

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Ralf Philipp
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Dr. René Leicht
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