Das Mittelstand Digital 4.0-Kompetenzzentrum Usability & User Experience, an dem das ifm Mannheim seit drei Jahren beteiligt ist, wird weiter durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert


Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability & User Experience unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, mit verschiedenen Leistungsangeboten die Potenziale einer menschzentrierten Digitalisierung zu erkennen und umzusetzen. Neben der Universität Mannheim/ifm Mannheim sind namhafte Forschungseinrichtungen, wie das KIT, Fraunhofer Institut IAO, Hochschule der Medien Stuttgart, TU Berlin sowie mehrere Entwicklungsunternehmen in diesem bundesweit agierenden Kompetenzzentrum engagiert.

Digitalisierung macht sich in immer mehr Lebensbereichen zunehmend bemerkbar. DigitaleSysteme prägen und verändern nicht nur Arbeitskontexte, sondern auch weite Teile der Freizeit. Digitalisierung ist eine Gestaltungsaufgabe, die mit dem Entwurf von digitalen Produkten, Systemen und Dienstleistungen das Leben von Menschen maßgeblich formt. Aus diesem Grund vertritt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability eine mensch-zentrierte Digitalisierung.Die Gestaltung von Technologie ist ein zentraler Treiber für Veränderung und Innovation.Damit wird entschieden, was Menschen arbeiten, wie sie dies tun, ob sie ihre Arbeit als zielführend, sinnhaft und erfüllend erleben, wie der wirtschaftliche Erfolg und gesell-schaftliche Ziele erreicht werden. In privaten Lebensräumen formt Technologie, wie Menschen kommunizieren und sich informieren, wie sich Zusammenleben mit Familien, Freunden und Nachbarn gestaltet, welche Dienstleistungen wie genutzt werden und wie Fortbewegung stattfindet.Menschzentrierte Digitalisierung bezieht Nutzerinnen und Nutzer in den Gestaltungs-prozess aktiv ein, um ein tiefergehendes Verständnis der Menschen in Privat- undGeschäftsleben zu erreichen. Dies ist der Motor eines digitalen Innovationsprozesses. Mögliche positive und negative Wirkungen der Technologien werden von Beginn anreflektiert und in Gestaltungsentscheidungen einbezogen.

UUX - Erfolgsfaktor für Innovation und Zukunft der Arbeit:
Usability und positive User Experience sollten direkt in Innovationsprozesse integriert werden, um die Konzeption digitaler Produkte und Dienstleistungen von Beginn an erfolg-reich zu gestalten. Somit lassen sich digitale Technologien so gestalten, dass Arbeitsplätze der Zukunft das Potenzial haben, die Produktivität und Qualität der Arbeit zu erhöhen,positives Erleben der Nutzer zu erzeugen und Wohlbefinden im Arbeitsprozess zu schaffen.

UUX und Agilität:
Die Digitalisierung verändert traditionelle Arbeitsformen. Agiles Arbeiten ist in aller Munde, wird aber meist analog praktiziert. Wenn es allerdings gelingt agile Arbeitsformen zudigitalisieren, können auch externe Dienstleister nahtlos in agile Prozesse integriert werden. Außerdem können auch Kunden unmittelbar in die agile Projektorganisation eingebunden werden, direkter ihre Anforderungen als Anwender einbringen und an der Entwicklung parti-zipieren. Schwerpunktmäßig geht es zudem um die Frage, wie Agilität und nutzerzentrierte Methoden zur Optimierung der Gebrauchstauglichkeit und des Nutzererlebens effizientzusammengebracht werden können.

UUX und digitale Nutzerforschung:
Das Kompetenzzentrum betreibt ein Living Lab für die Bereiche Wohnen, Mobilität undErnährung und unterstützt den Mittelstand bei der Entwicklung nutzerzentrierter Inno-vationen. Im geschützten Bereich eines Living Labs können neue Produkte und Dienst-leistungen experimentell entwickelt, unter realen Bedingungen getestet und kontinuierlich verbessert werden. E-Learning Angebote für UUX-Management und Nutzerstudien (User Research) unterstützen diese Innovationsprozesse.

UUX - Unterstützung mittlerer Unternehmensnetzwerke:
Mittlere Unternehmen könnten gegenüber größeren Unternehmen und insbesondere iminternationalen Wettbewerb noch erfolgreicher sein, wenn sie in Netzwerken (oder Clustern)zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit lässt sich dabei grob in drei Phasen aufteilen: Anbahnungsphase, gemeinsame Entwicklung und gemeinsame Produktion. Je nachEntwicklungsphase des Netzwerks ergeben sich unterschiedliche Anforderungen anKommunikations- und Kollaborationslösungen. Das Kompetenzzentrum wird system-atisierte Informationsangebote erstellen, welche die UUX dieser Lösungen berücksichtigen und diese bekannt machen.

Weitere Informationen erhalten sie von:

Prof. Dr. Achim Oberg
oberg@ifm.uni-mannheim.de


20.11.20

 

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