Unternehmerische Ökosysteme und Innovationen


Entrepreneure und deren unternehmerische Projekte sind in einen größeren sozialen und institutionellen Rahmen eingebettet. Hier sind Investoren, Kunden, Lieferanten und Wettbewerber von großer Relevanz. Es kommen aber auch weitere Akteure ins Spiel, die speziell rund um die Unternehmensgründung eine Wirkung auf die Ausprägung von Entrepreneurship und Innovationen haben können. Dies können (wirtschafts-) politische Akteure sein, aber auch Bildungsinstitutionen oder Institutionen der Gründungsförderung. Das ifm Mannheim beschäftigt sich mit verschiedenen Fragestellungen, welche die Konstellation, Interaktion und Wirkung von unternehmerischen Ökosystemen einer näheren Analyse unterziehen. Zusätzlich steht die Interaktion von Akteuren im Fokus. Hier interessiert etwa, wie sich Gründungs- oder Innovationsnetzwerke koordinieren, welche Bedeutung und welche Entwicklung regionale Cluster einnehmen und welche Ergebnisse (z.B. Innovationen) diese Phänomene hervorbringen. 
 

Gründungen finden innerhalb bestimmter Kontexte statt. Nicht nur das enge Umfeld spielt eine maßgebliche Rolle für die Innovationskraft und den Erfolg, auch Akteure im unternehmerischen Ökosystem. In diesem Zusammenhang sind Institutionen der Gründungsqualifizierung und Gründungsförderung zu nennen. Das Erwerben unternehmerischer Kompetenzen sowie gründungsrelevanten Wissens setzt sich sichtlich als wichtiger Bestandteil von Lehrplänen auf unterschiedlichen Stufen im Bildungssystem durch. Gerade an Hochschulen ist die „Entrepreneurship Education“ unterdessen weit verbreitet. Welche Lehrmethoden und Instrumentarien (z.B. Design Thinking) eignen sich für die Vermittlung von Innovation, Kreativität und unternehmerischem Handeln? Und wie wirkt sich die Lehre letztlich auf die Gründungsintentionen der Zielgruppe aus? Bei einer Untersuchung dieser Sachverhalte stellt das ifm Mannheim zur Identifikation guter Praktiken Vergleiche zwischen verschiedenen Ökosystemen an.

Neben den Bildungsinstitutionen steht gerade für wirtschaftspolitische Akteure eine zielorientierte Unterstützung von Gründungsinteressierten weit oben auf der Agenda. Dies kann beispielsweise in Form direkter oder indirekter finanzieller Förderung geschehen, aber auch in Form von Gründungsberatung und -coaching. Doch was macht eine qualitativ hochwertige Gründungsberatung aus und wie effektiv ist diese tatsächlich? Welchen Beratungsbedarf haben Gründerinnen und Gründer tatsächlich und welche Dynamiken sollten Beachtung finden? Das ifm Mannheim setzt sich intensiv mit der theoretischen Fundierung und konzeptionellen Gestaltung von Gründungsberatung auseinander.

Die Akteure innerhalb des unternehmerischen Ökosystems können Verbindungen und Verknüpfungen untereinander aufweisen, welche in der Analyse von Netzwerken näher untersucht werden. Im Fokus der Forschung steht sowohl das Netzwerk als Ganzes als auch die einzelnen Verbindungen innerhalb des Netzwerk sowie das Zusammenspiel verschiedener solcher Netzwerke. So kann beispielsweise die Gesamtheit des Ökosystems einer Gründerin oder eines Gründers betrachtet werden, wenn es darum geht, das Potenzial für seine Gründungsidee abzuschätzen. Es können aber auch einzelne Verbindungen, ihre Stärke sowie die Richtung der Kommunikation analysiert werden, wenn es darum geht, die Person des Entrepreneurs innerhalb seines Ökosystems zu verorten und besser zu verstehen. Schließlich können auch Ökosysteme als Ganze miteinander verglichen werden, wenn es darum geht, die Potenziale vorhandener Netzwerke zu evaluieren. Als Ergebnisvariablen kommen jeweils ökonomische Erfolgsgrößen, aber auch potenzialorientierte Größen wie etwa die Innovationskraft in Frage. Das ifm Mannheim geht in seiner Forschung beispielsweise der Frage  nach, welche Koordinationsinstrumente innerhalb von interorganisationalen Netzwerken tatsächlich mit einer hohen Innovativität einhergehen. Gerade die Innovationskraft ist in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Globalisierung, Turbulenzen an den Finanzmärkten und technologischer Wandel führen zu einer Dynamik, welche die Berechenbarkeit von Zukunftsentwicklungen erheblich erschwert. Junge und etablierte Unternehmen befinden sich dadurch in einem konstanten Innovationswettbewerb und müssen heute Produkte erfinden und entwickeln, die Konsumenten und Herausforderungen der  Zukunft adressieren. In diesem Zusammenhang spielen auch regionale Cluster eine wichtige Rolle.
Regionale Cluster sind ein Phänomen mit hoher Relevanz für Wissenschaft, Wirtschaft, und Politik. Dabei handelt es sich um eine räumliche Konzentrationen von Unternehmen, spezialisierten Dienstleistern und unterstützenden Organisationen (z.B. Hochschulen oder Forschungseinrichtungen), die gemeinsam in einem bestimmten Tätigkeits- oder Technologiefeld agieren. Beispiele wie das Silicon Valley in den USA oder das Forum Organic Electronics in Deutschland demonstrieren ein regionales Ökosystem mit optimalen Bedingungen für die Entwicklung von Innovationen. Dies ist einerseits auf die räumliche Nähe der Akteure zueinander, aber auch auf die spezifischen Gegebenheiten einer Region zurückzuführen. Neben den Rahmenbedingungen und deren Wirkung auf die Innovationskraft von Clustern untersucht das ifm Mannheim zusätzlich auch die Konfigurationen von Organisationen und Institutionen innerhalb spezifischer Cluster sowie deren Wissensgenerierung und -transfer.

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