Technology Transfer in Post-Socialist Economies – The Case of Ukraine and Russia in Comparison with East Germany and Poland


Das Projekt “Technology Transfer in Post-Socialist Economies“ zielt auf eine komparative Untersuchung der regionalen Wissenstransfersysteme in Krasnojarsk und Kiew und einen Vergleich mit weiteren post-sozialistischen Regionen in Polen (Oppeln) und in Ostdeutschland (Sachsen) ab. Diese durch ihre gemeinsame Zeit unter sozialistischen Regimen mit einer gemeinsamen institutionellen Geschichte ausgestatteten, aber nach Ende des Sozialismus mit unterschiedlichen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten konfrontierten Regionen sollen dem baden-württembergischen Regionalen Innovationssystem als einem europaweit führenden Benchmark Fall gegenüber gestellt werden.

Wissens- und Technologietransfer zwischen Universitäten und Unternehmen ist ein wichtiger Untersuchungsgegenstand der aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Innovationsforschung sowie ein zentrales Anliegen der zeitgenössischen Innovationspolitik. Eine der zentralen Thesen der Literatur der nationalen und regionalen Innovationssysteme ist, dass der Austausch von Wissen zentral ist für die Generierung von Innovationen in Wirtschaftssystemen.

Das Projekt hat das Potenzial, einen signifikanten Beitrag zur wissenschaftlichen Literatur im Bereich der von der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung bis heute vernachlässigten regionalen Innovationssysteme in post-sozialistischen Ländern zu leisten, aber auch praktische Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftspolitik zu generieren, die zu einer höheren Innovationskraft in den untersuchten Regionen selbst, aber auch in anderen post- sozialistischen Regionen beitragen können.

Das Projekt umfasst zunächst qualitative Fallstudien der Regionen Krasnojarsk, Kiew und Sachsen (aufbauend auf Methoden, die das Institut für Mittelstandsforschung zur Untersuchung der Regionen Oppeln und Baden-Württemberg im Rahmen von früheren Forschungsprojekten entwickelt hat). Dieser erste Abschnitt des Projektes soll ein Jahr dauern und wird gemeinsam von jungen russischen und ukrainischen Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern des Instituts für Mittelstandsforschung erarbeitet. Die Ergebnisse werden auf einem Workshop vor allem mit jungen Wissenschaftlern aus den drei beteiligten Universitäten in Mannheim präsentiert und diskutiert.

Im zweiten Schritt sollen gemeinsam Hypothesen bzgl. institutioneller Hemmnisse für Wissenstransfer und Innovation in den regionalen Wissenstransfersystemen in Kiew und Krasnojarsk entwickelt werden und quantitativ in Form von Unternehmensbefragungen getestet werden. Die Ergebnisse sollen schließlich in einem gemeinsamen Abschlussworkshop in Mannheim wissenschaftlich diskutiert und in einer Pressekonferenz und einem nicht-technischen Abschlussbericht der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

Project Description

Knowledge and technology transfer between universities and industry is an important research object of the current economic innovation research, as well as a central concern of contemporary innovation policy. One of the central theses of the literature on national and regional innovation systems indicates that the exchange of knowledge is essential to the generation of innovations in economic systems.

The project "Technology Transfer in Post-Socialist Economies", aims at a comparative analysis of regional knowledge transfer systems in Krasnoyarsk and Kiev and a comparison with other post-socialist regions in Poland (Opole) and in East Germany (Saxony). These regions are due to their common time under socialist regimes equipped with a common institutional history, but by the end of socialism were confronted with different challenges and development opportunities. The regional innovation system of Baden-Württemberg (Germany) as a leading European benchmark case is to be compared with them. The project has the potential to make a significant contribution to the scientific literature of the so far by economic research neglected Regional Innovation Systems in post-socialist countries, but also generate practical recommendations for economic policy, which can contribute to a higher innovativeness in the analyzed regions themselves, but also in other  post-socialist regions.

The project initially includes qualitative case studies of Krasnoyarsk, Kiev and Saxony (based on methods developed by the Center for SME Research and Entrepreneurship to study the regions of Opole and Baden-Württemberg in previous research projects). This first part of the project will take a year and will be completed jointly by young Russian and Ukrainian scientists as well as staff of the Center for SME Research and Entrepreneurship. The results will be presented and discussed at a workshop in Mannheim with young scientists from the three participating universities.

In the second part hypotheses regarding institutional obstacles to knowledge and innovation transfer in the regional knowledge transfer systems in Kiev and Krasnoyarsk shall be jointly developed and tested quantitatively in form of business surveys. The results shall be discussed subsequently in a common scientific workshop in Mannheim and will be presented in a press conference and a non-technical report to the public.


News

Dr. Niclas Rüffer besucht als Gastprofessor die Sibirische Föderale Universität (31.07.18)
Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projektes Trilaterale Partnerschaften besuchte Dr. Rüffer als Gastprofessor Krasnojarsk, arbeitete intensiv mit dem am Projekt beteiligten Forscherteam an der Partneruniversität zusammen und hielt Vorträge zur Entrepreneurship Förderung, u.a. in der Summer School on Entrepreneurship. mehr...
Dr. Niclas Rüffer hält Vortrag zum Thema “Mittelstandsförderung in Deutschland und der Ukraine” am Institut für Europäische Politik (Berlin) (29.05.18)
Gemeinsam mit dem Institut für Europäische Politik in Berlin hat es sich das Center for Economic Strategy in Kiew zur Aufgabe gesetzt, fußend auf deutschen Erfahrungen, Vorschläge zur Verbesserung der Mittelstandsförderung in der Ukraine zu erarbeiten. Im Rahmen der gemeinsamen Kick-off Konferenz zu diesem Projekt hielt Dr. Niclas Rüffer vom ifm einen Vortrag, basierend auf den langjährigen Erfahrungen des ifms in der deutschen Mittelstandsförderung sowie im aktuellen durch die VolkswagenStiftung geförderten ifm Projekt „Trilaterale Partnerschaften“, bei dem das ifm mit Universitäten in Russland und der Ukraine zusammenarbeitet. Im Anschluss an den Vortrag vereinbarten die Teilnehmer eine zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der genannten Themen. mehr...
Abschlusskonferenz des Projekts “Trilaterale Partnerschaften” zu Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Russland und der Ukraine (21.02.18)
Gemeinsam mit Vertretern der Sibirische Föderale Universität in Krasnojarsk (Russland) und der Nationale Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew (Ukraine) führte das ifm Mannheim die Abschlusskonferenz des von der VolkswagensStiftung geförderten Projekts "Technology Transfer in Post-Socialist Economies – The Case of Ukraine and Russia in Comparison with East Germany and Poland" durch. Hierbei präsentierten die Mitarbeiter der beteiligten Universitäten gemeinsam die Ergebnisse ihrer Forschung und es wurde eine weitere enge Zusammenarbeit der beteiligten Universitäten in Lehre und Forschung vereinbart. mehr...

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