Die gesellschaftliche Verantwortung von Familienunternehmen - untersucht am Beispiel der betrieblichen Ausbildung


Die Verantwortlichkeit für das soziale Umfeld (Corporate Social Responsibility „CSR“) wird im Allgemeinen bei den Familienunternehmen aufgrund ihrer besonderen Wertvorstellungen als höher eingestuft als bei anderen Unternehmensformen. Ausgehend von dieser Einschätzung, wie sie in der Öffentlichkeit und Literatur geäußert wird, kann angenommen werden, dass Familienunternehmen dem gesellschaftlichen Auftrag der Ausbildung im Betrieb verstärkt nachkommen. Um dieser Einschätzung nachzugehen, untersucht dass Team Familienunternehmen das Ausbildungsverhalten von Unternehmen in Mannheim.

Die betriebliche Ausbildung ist nicht nur ein Aspekt der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, sondern auch eine gesamtwirtschaftliche und nicht zuletzt auch eine betriebliche Voraussetzung für die Bereitstellung von qualifizierten Arbeitskräften, ohne die weder die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft noch des einzelnen Betriebes gehalten werden kann. Da eine betriebliche Ausbildung ein komplexer Vorgang ist und die Ausbildungsbereitschaft des einzelnen Unternehmens von vielen Faktoren abhängt, muss eine Analyse der Ausbildungsbeteiligung von Familienunternehmen viele verschiedene Perspektiven berücksichtigen, insbesondere wenn es sich um kleine und mittlere Unternehmen handelt.

Das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim hat in einer in Auftrag gegebenen Studie untersucht, wie die Ausbildungsstrukturen im Einzelnen aussehen und in welchem Umfang die Ausbildungsbereitschaft gegeben ist. Dabei wurden auch die Bedarfe und Hemmnisse bei den betrachteten kleinen und mittleren Unternehmen hinterfragt. Mithilfe einer telefonischen Befragung wurden 250 ausbildende und 250 nicht-ausbildende Unternehmen in detaillierter Form um Auskünfte über die Begleitumstände ihres Ausbildungsverhaltens, so z. B. nach den wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen oder den Ausbildungshemmnissen, gebeten. An diese Erhebung konnte sich der Forschungsbereich Familienunternehmen mit ganz speziellen Fragen, insbesondere zur Einordnung des Unternehmens als Familienunternehmen, beteiligen.
So kann anhand der empirischen Daten nicht nur der Frage der gesellschaftlichen Verantwortung durch die Wahrnehmung der betrieblichen Ausbildung durch Familienunternehmen nachgegangen werden, sondern auch die Tauglichkeit der Familienunternehmensskala anhand von Macht, Erfahrung und Unternehmenskultur im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen einer Bewertung unterzogen werden. Dies gewährleistet, dass das Projektteam bei seinen anstehenden Forschungen im Bereich der Familienunternehmen geeignete und Erfolg versprechende empirische Daten erhebt.

 


News

CSR in kleinen und mittleren Familienunternehmen (30.06.10)
IFERA 2010 Lancaster, UK
10th Annual World Family Business Research Conference
“Long Term Perspectives on Family Business: Theory - Practice - Policy”
Lancaster University Management School, Lancaster, UK
6–9 July, 2010
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ifm vertreten bei ICSB 2010 World Conference in Cincinnati (30.06.10)
ICSB 2010 World Conference
"Entrepreneurship: Bridging Global Boundaries"
24.-27.06.2010

Jan Tänzler präsentierte für das Team Familienunternehmen ein Forschungsprojekt zur CSR im Mittelstand. Außerdem stellte er das Thema im Doktoranden-Workshop der Konferenz vor
Differences among the CSR-Activities of companies with and without Family influence (23.06.10)
A first comparision in Germany by means of the provision of vocational training

Jan-Klaus Tänzler, Annegret Hauer, Detlef Keese
Presentation on the 6th Workshop on Family Firms Management Research.
Culture and Values
Barcelona, June 6-8, 2010
 

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Dr. Jan Klaus Tänzler
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